| Auszeichnung |
Das Hervorheben von bestimmten Schriftstellen durch Schriftschnitte (kursiv, fett usw.), Farbe usw. wird als Auszeichnung bezeichnet. Damit kann man die Wichtigkeit unterstreichen.
Es wird noch unterschieden zwischen integrierten und aktiven Auszeichnungen.
- Integrierte Auszeichnungen
sie passen sich mit unauffälligem Grauwert dem Mengentext an.
Man nimmt diese erst wahr, wenn der Lesesprung dort angekommen ist.
Beispiele hierfür sind:
kursiv, Kapitälchen...
- Aktive Auszeichnung
Diese fallen dem Leser sofort ins Auge, ohne den Text vorher gelesen zu haben.
Beispiele sind:
Versalien, Verwendung anderer Schrift, farbige Schrift, fettere Schrift,
Eher selten geeignet für eine Auszeichnung sind:
Unterstreichungen, Sperren
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| Ausrichtung |
Das ist die Satzanordnung:
- Linksbündig Flattersatz
- Rechtsbündiger Flattersatz
- Zentriert
- Blocksatz
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| Akkoladen |
Damit meint man geschweifte Klammern, mit denen Texte als
zusammengehörig gekennzeichnet werden können.
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| Auslassungspunkte |
Das sind drei (etwas gesperrte) Punkte, die für weggelassenen Text stehen.
Beispiel:
- Mir gelingt es ... heute schaffe ich es ...
- Ohne Leerschritt zwischen Wort und Punkt stehen sie für fehlende Wortteile.
Mut...
- Es ist zwar selten aber dennoch manchmal so, dass ein Punkt nach Auslassungspunkten gesetzt werden soll, dann sollte zwischen Auslassungspunkt
und Punkt ein Leerschritt sein.
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| Blindtext |
Das ist freigewählter Text, welchen man mit allen Attributen wie Schriftart, Schriftgröße, Zeilenabstand, Farbe usw. anordnet. Der Inhalt ist hierbei belanglos.
Es wird versucht einen ungefähren Eindruck zu erlangen, wie die fertige
Drucksache aussehen wird.
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| Durchschuss |
Das ist der Raum zwischen Unterlänge einer Zeile und der Oberlänge der folgenden Zeile.
(Zeilenabstand minus der Schriftgröße)
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| Duktus |
Das ist die Charaktereigenschaft des Striches.
Also Strichstärke, Strichführung, Strichkontrast und der so vermittelte Gesamteindruck.
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| Dickte |
Das ist die gesamte Breite eines Buchstabens.
Zur Breite des Buchstabens gehören auch die in der Schriftzurichtung festgelegten
Vor- und Nachbreiten.
Vor- und Nachbreiten sind die entstehenden Weißräume, wenn der Buchstabe zu
Wörtern und Sätzen aneinander gesetzt wird.
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| Divis |
Der Divis dient als zurück nach oben
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| Einzug |
Das ist das Einrücken einer Zeile.
Z.B. erhält die Zeile einen größeren Abstand zum Seitenrand und dient somit zur
Gliederung von Textpassagen oder bei neuem Inhalt im Text. zurück nach oben
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| Flattersatz |
Der Flattersatz kann links- und rechtbündig und auf der Mitte zentriert vorkommen.
Als Alternative zum Blocksatz und für schmale Satzformate ist diese Satzart sehr gut geeignet.
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| Fleisch |
Das ist der nicht druckende Teil eines Buchstabens.
Der das Bild umgebende Raum.
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| Form / Figursatz |
Durch die Umrisse des gesetzten Textes werden hier Symbole, Bilder oder anderen Elementen imitiert.
Das eignet sich supi gut um mit Texten Aufmerksamkeit zu erregen.
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| Was bedeutet Grauwert? |
Von einer Seite wird der Grauwert (Graubild) vor allem vom Schriftschnitt, der Laufweite
und dem Zeilenabstand bestimmt.
Auszeichnungen fallen besser durch fette oder kursive Schriftschnitte auf, umso gleichmäßiger der Grauwert ist.
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| Die Grundschrift |
Die Schriftart, welche im Satzprodukt durchgängig verwendet wird, nennt man
Grundschrift. Es ist hierbei völlig egal ob unterschiedliche Auszeichnungen der
Schrift verwendet werden (fett, kursiv ...).
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| Gemeine |
Das ist ein Kleinbuchstabe.
Kommt aus dem lat. und ist von Minuskel abgeleitet.
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| Hurenkind / Schusterjunge |
Hurenkind
Das ist die Ausgangszeile eines Absatzes, die beim Umbruch als erste Zeile in die
nächste Spalte "gerutscht" ist.
Schusterjunge
Von Schusterjunge wird gesprochen, wenn die erste Zeile eines neuen Absatzes am
Ende einer Spalte steht.
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| Interpunktionszeichen |
Das sind Punkturen.
Satzzeichen wie Komma, Punkt, Strichpunkt, Doppelpunkt, Frage- und Ausrufezeichen, Auslassungspunkte, Strichzeichen (Binde- und Trennstrich, Halb-/Geviertstrich,
Schrägstrich / und Backslash \ ) und Anführungszeichen.
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| Kriterien der Schriftwahl |
sind folgende:
- Produkt (Gebrauchsanweisung, Literatur, Prospekt...)
- Adressanten, speziell deren Leseverhalten
- Druckverfahren und Medium (Papier, Bildschirm)
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| Kursiv |
Schriften verfügen meißtens über mehr als nur einen, den "normalen". Schriftschnitt. Verfügbar ist meißt auch kursiv (italic). Die Buchstaben stellen sich bei dieser
Einstellung fast immer schräg rechts
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| Kapitälchen |
Das sind Großbuchstaben deren Höhe ungefähr die Mittellänge ist und die Strichstärke entspricht den eigentlichen Großbuchstaben. Sie sollten als eigener Schriftschnitt
(Small Caps) vorliegen und nicht elektronisch generiert werden.
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| Kinderfreundliche Texte |
Bei Texten für Kinder sollte man auf folgendes achten:
- Die Schrift darf nicht zu klein sein
- Der Wortzwischenraum sollte größer sein
- Der Zeilenabstand sollte größer sein
- Die Satzbreite sollte geringer sein
- Die Schriftart sollte mit eindeutigen Schriftzeichen
ausgewählt sein.
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| Laufweite |
Das ist der Abstand der Buchstaben zueinander.
Vergrößert man den Abstand spricht man von S P E R R E N.
Verringert man den Abstand spricht man von Unterschneiden
Verändert wird die Laufweite aus Gestaltungs- oder auch aus Platzgründen.
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| Ligaturen |
Im Bleisatz war es schwierig, ausladende Buchstaben, wie z.B. f eng genug an gleiche
oder andere Zeichen zu stellen.
Es ergaben sich durch den Bleikegel zusätzlich Vor- und Nachbreiten (Lücken).
Problematische Buchstabenkombinationen wurden aus diesem Grund gemeinsam
auf einen Schriftkegel gegossen.
Diese Buchstabenkombination nennt man Ligatur.
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| Mikrotypografie |
Diese Art von Typo befasst sich mit den Details im Schriftsatz, insbesondere mit
größeren Textmengen (z.B. Zeitungsspalten oder Buchseite)
Hier ist das Verhältnis der Buchstaben, Wörter und Zeilen zueinander von Bedeutung (Laufweite, Wortabstand, Grauwert ...)
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| Makrotypografie |
Diese Art von Typo beschreibt das Kreative. Das ganze Drumherum wie Konzeption und Idee.
Die Einteilung von Flächen und Plazierung sowie
Papier-, Format-, Schrift- und Farbwahl, Komposition der Seiten und Umbruch werden
in der Regel miteinbezogen.
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| Mediävalziffern |
Mediävalziffern haben Ober- und Unterlänge (so wie Kleinbuchstaben) und fügen sich somit besser in das Textbild ein.
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| Mittellänge |
Das ist die Buchstabenhöhe von Kleinbuchstaben.
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| Negativtext |
Das ist weißer Text auf schwarzem Grund.
Bei längeren Textabschnitten sollte aufgrund der schlechten Lesbarkeit verzichtet
werden.
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| Outlineschriften |
Hier werden nur die äußeren Umrisslinien abgebildet.
Die Buchstaben haben also nur eine Kontur jedoch keine Füllung.
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| Oberlänge |
Damit ist bei Buchstaben wie k, l, h, d die sichtbare Strichhöhe gemeint.
Diese Strichhöhe reicht über der Mittellängen von Kleinbuchstaben hinaus.
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| Rausatz |
Hier ist als Basis linksbündig gewählt und wird auch verwendet, dennoch ist der
ungleiche rechte Satzrand durch Worttrennungen annähernd ausgeglichen.
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| Regeln für Blocksatz |
Folgende typografische Regeln sollten für den Blocksatz (aber auch für den
Flattersatz beachtet werden):
- Schmale Satzbreite dann besser Flattersatz anstelle von Blocksatz
- Überschriften immer im Flattersatz
- Aufzählungen immer im Flattersatz
- Zeilenabstand immer größer als Wortabstand
- Textlöcher durch Trennungen beheben
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| Randausgleich |
Beim linksbündigen Satz beginnen alle Zeichen an der gleichen Kante, dennoch
scheint es so zu sein, dass Versalien wie z.B. O, C, G, Q leicht innenstehend sind.
Um diesen optischen Versatz zu beheben, müssen Zeichen mit optischem Leerraum
leicht nach links über die Bundlinie gestellt werden.
Dadurch entsteht am linken Textblock eine optische gleichmäßige Satzkante.
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| Schriftmischungen |
Bei Schriftmischungen sollten folgende Punkte beachtet werden:
nie mehr als drei Schriftarten (nach Möglichkeit) miteinander mischen
deutliche Schriftunterschiede schaffen
serifenlose Schriften und Serifenschriften können meist problemlos gemischt werden
Schriften aus einer Schriftfamilie (normal, kursiv, fett usw.) kann man gut mischen
niemals Schriften aus derselben Schriftklasse mischen
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| Schriftfamilie |
Darunter versteht man, alle Varianten (Schriftschnitte) des Schriftbildes einer Schrift
(auch Schriftsippe genannt). Schrift X mit allen ihren Schnitten.
Der Schriftschnitt ist die Schriftversion einer Schriftfamilie die über mehrere Schriftschnitte verfügt. z.B.:
- light (mager)
- italic (kursiv)
- bold (dreiviertelfett bisfett)
- demi (viertel bis halbfett)
- VERSALIEN
- KAPITÄLCHEN
Es ist wichtig, dass nur "echte" Schnitte verwendet werden, keine elektronisch
generierten (z.B. von Hand transformierte Schriften), diese wirken nicht ästhetisch
und auch beim Belichten kann es Probleme bereiten. zurück nach oben
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| Schriftgröße |
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| Schriftlinie |
Das ist eine ausgedachte Linie (Grundlinie) aus der die Zeichen einer Zeile stehen.
Alle Zeichen müssen auf einer gemeinsamen Schriftlinie stehen, auch wenn in einer
Zeile unterschiedliche Schriften und Schriftgraden verwendet werden.
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| Spaltenzwischenraum |
Der optimale Zeilenabstand beträgt bei Serifenschriften etwa 150% der Gemeinen-Höhe.
Bei serifenlosen Schriften ein bissle mehr.
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| Sonderzeichen |
Das sind alle Zeichen eines Zeichensatzes, die nicht Ziffern,
Buchstaben oder Steuerzeichen sind.
Das sind spezielle Symbolzeichen und Satzzeichen.
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| Tiefgestellt |
Das ist die Formatierung von Zeichen, die nach Zuweisung die Grundlinie
der Zeile nach unten überschreiten soll.
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| Trennungen |
Wenn Textlöcher vermieden werden sollen, sind Trennungen notwendig.
Folgende Grundsätze müssen beachtet werden:
- Es dürfen keine Abkürzungen getrennt werden
- Es darf keine Trennung zwischen Zahl und zugehörigem Wort (Wörtern)
gemacht werden
- Es darf keine Trennung erfolgen, wenn man dadurch Sinnentstellend wird
(z.B. Urin-stinkt)
- Es dürfen nicht zu viele Trennungen hintereinander gemacht werden
(ca. drei)
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| Tracking / Kerning |
Hierbei wird die Laufweite einzelner Buchstaben ausgeglichen.
Die Buchstabenpaare, welche optisch zu weit auseinander liegen, werden
zusammengerückt (Kerning) und umgekehrt (Tracking).
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| Textformatierung |
Hierbei wird festgelegt, wie der Text dargestellt werden soll.
Angaben zur Formatierung sind:
- Schriftart
- Schriftgröße
- Schriftschnitt
- Einzug
- Zeilenabstand
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| Unterlänge |
Das ist die Ausdehnung der Buchstaben wie z.B. g, q, p, y oder j.
Diese Buchstaben überschreiten die Schriftlinie nach unten.
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| Versalien |
Das sind Großbuchstaben (Majuskeln).
Der Versalsatz ist ein wenig zu sperren und 1/2 p kleiner zu setzen als Mengentext,
da sie dort sonst zu aufdringlich wirken.
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| Versalziffern |
Versalziffern weisen die Größe von Großbuchstaben auf.
Sie sollten (wie Versalsatz) etwa 1/2 p kleiner gesetzt werden.
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| Vorzeichen bei Zahlen |
Das ist das + (Plus)- oder das - (minus) Zeichen.
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| Was ist Typografie? |
Unter Typografie versteht man das Gestalten
mit Schriften und zusätzlichen Mitteln.
Das können Mittel sein wie Bild, Farbe, Linien, Fläche, Schmuck sein, um lesefreundliche und überzeugende Inhalte darzustellen.
Zum einen unterliegt die Typografie bewährten Mustern und zum anderen ist sie das Spiegelbild modischer Gestaltungstrends.
Gewisse Grundregeln sollten jedoch immer beachtet werden:
- Schriftwahl
- Schriftgröße
- Schriftmischung
- Laufweite
- Zeilenabstand
- Satzbreite (bitte beachten:
max. 60 Zeichen/Zeile)
- Composing
- gute Kontrastwirkung
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| Zeilenabstand |
Der optimale Zeilenabstand beträgt bei Serifenschriften etwa 150%
der Gemeinen-Höhe.
Wobei der Zeilenabstand bei serifenlosen Schriften ein bisschen mehr sein sollte.
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| Zeilenlänge |
Die Zeilenlänge sollte etwa bei 40-60 Zeichen liegen.
Damit bleibt eine gute Lesbarkeit erhalten.
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| Zeilenfall |
Der Zeilenfall ist das Satzbild untereinander stehender Zeilen.
Man muss verschiedene Dinge, je nach Satzart, beachten.
Beim offenen Zeilenfall (auch: Flattersatz) wir darauf geachtet, dass man einen deutlichen Kontrast zwischen kurzen und langen Zeilen hat.
Das harmonische Gesamtbild und auch die Textlogik sind dabei zu berücksichtigen.
Nach Möglichkeit sollten keine zusammengehörende Satzteile auseinander gerissen werden. Trotzdem sind zu kurze oder zu lange Einzelzeilen zu vermeiden.
Beim geschlossenen Zeilenfall oder Blocksatz ist die Zeile ohne Flatterrand. Man hat eine klare rechte Kante.
Durch das Austreiben, Worttrennungen und Ausgleichen der Wortzwischenräume, sollte man verhindern, dass Löcher- oder Gassenbildungen in der Textfahne entstehen.
Ein harmonisches Gesamtbild sollte allerdings bei beiden Fällen entstehen. Die einheitliche Grauwirkung (optische Dichte ohne helle Löcher oder Lücken (Gassen) im Text.
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| Typomaß |
Mit dem kann man Schriftgrößen und Zeilenabstände ermitteln. Es besteht aus transparentem Material.
Bei den meisten Typomaßen wird die Schriftgröße anhand der Großbuchstaben (Versalien) bestimmt.
Anhand der Maßeinteilung kann man auch die Abstände der Zeilen zueinander ermitteln.
Streng genommen ist das Typometer ein Kontrollmaß für das Schriftsystem.
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| Gliederungsempfehlungen |
Kennzahlen und Ziffern, z.B. Telefonnummern, werden auf Grund der Lesbarkeit gegliedert
- Telefonnummern in Zweiergruppen
von rechts beginnend: 0 75 63 12 34
- Kontonummern in Dreiergruppen
von rechts beginnend: 7 654 321
- Postleitzahlen (PLZ) Inland
ohne Gliederung: 88239 Wangen im Allgäu
- Postleitzahlen Ausland
ohne Gliederung: CH-5689 weiss ich nicht
- Maßangaben in Dreiergruppen
von rechts nach links beginnend: 78 456 m
vierstellig bleiben ungegliedert: 4321 g
- Postfachnummer in Zweiergruppen
von rechts beginnend: 9 87 65 43
- Bankleitzahlen (BLZ) in Dreiergruppen
von links beginnend: 110 501 10
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